Schmerz ist mehr als ein Signal
Wenn du Schmerzen empfindest, bedeutet das nicht zwingend Gewebeschaden. Moderne Schmerzforschung – wie sie Butler & Moseley vertreten – zeigt: Schmerz ist ein Output des Gehirns, beeinflusst durch viele Faktoren.

Neurozentrierte Hypothese 1: Die Schmerz-Schwelle (Pain Threshold)
Die Schmerz-Schwelle ist der Punkt, an dem ein sensorischer Reiz als „schmerzhaft“ wahrgenommen wird. Diese Schwelle ist individuell und veränderbar. Sie hängt u. a. ab von:
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Stress und Überforderung
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Angst oder Unsicherheit
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Kontext (z. B. ein Unfall vs. Therapie)
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Frühere Schmerz-Erfahrungen
🔹 Neurozentrierte Hypothese 2: Die Schmerz-Schale (Pain Bucket)
Stell dir dein Schmerzsystem wie einen Eimer vor: Jeder Tropfen steht für einen belastenden Faktor. Ist der Eimer voll, spürst du Schmerzen – auch wenn gar kein neuer Reiz kommt.
Was füllt den Eimer?
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Emotionale Belastung
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Körperliche Überlastung
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Schlafmangel
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Traumata
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Nozizeptive Reize (Hitze, Druck, Bewegung)
Was bedeutet das für dich und dein Kind bei Schmerzen?
👐 Schmerz kann gelernt, aber auch verlernt werden.
💡 Ziel einer Behandlung: Schmerz-Schale leeren & Schwelle anheben.
💬 Schmerz bedeutet nicht immer „kaputt“ – vielleicht sucht dein Körper Sicherheit, neue Reize und Vertrauen
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Quelle: Schmerzen verstehen, 2016, Butler, Moseley